wettbewerb sanierung schulhaus dörfli oetwil
denkmalpflege
auftraggeber: gemeinde oetwil am see
architektur: 4plus architektinnen gmbh
landschaft: ernst und hausherr bsla, zürich
selektives verfahren 2. Stufe: 2025
kreditrahmen: chf 1'550’000
In der 2. Stufe des selektiven Verfahrens wird aufgezeigt, wie das inventarisierte Schulhaus Dörfl, Oetwil am See, wieder seiner einstigen Bestimmung als reines Schulhaus für die 1. und 2. Primarklasse zugeführt werden kann. Innerhalb des vorgegebenen Budgetrahmens muss das Gebäude mittels einer kostengünstigen Sanierung wieder an die aktuellen Anforderungen von Brandschutz, Barrierefreiheit, Energie und Haustechnik angepasst werden.
Die Ausgangslage für unseren Vorschlag bildet der Raum als «dritter Pädagoge».
Das Schulhaus wird als Gestaltungs-, Lern- und Lebensraum verstanden.
Zuordnungen von «innen – aussen», «Unterricht – Pause» oder «aktiv – passiv» werden durch die Schaffung von Übergangszonen aufgeweicht. Die Erschliessungsfläche der zentralen Garderoben bieten multifunktionale Zonen, um sich alleine zu verweilen, sich zu zweit zurückzuziehen, zu viert auszutauschen oder klassenweise zusammenzuarbeiten. Der Austausch unter Lehrenden und Lernenden wird dadurch gefördert und gleichzeitig werden Rückzugsmöglichkeiten geboten. Die gestalt- und veränderbare Ausstattung mit möglichst naturbelassenen Materialien darf altern, verlangt aber auch Sorgsamkeit. Das luftige Farbkonzept unterstützt die pädagogische Idee.
Smarte Low-Tech-Lösungen wie natürliche Belichtung der Räume, Nachtauskühlung über angesteuerte Fensterflügel halten die Erstellungskosten gering, die technische Komplexität tief und nicht zuletzt langfristig den Unterhalt kostengünstig.
Der Aussenraum ist neu stufengerecht, naturnah und divers gestaltet.
Die Umgebung öffnet sich zur Nachbarschaft hin, die Nutzung der Anlage und Infrastruktur durch Dritte wird gefördert.









